Was ist Hypnose?

  1. Jede Hypnose ist eine Selbsthypnose.
  2. Hypnose bedeutet nicht Schlafen, auch ist das Bewusstsein des Klienten während der Hypnose nicht ausgeschaltet.
  3. Hypnose ist vielmehr ein Zustand tiefer Entspannung, bei dem das Bewusstsein eingeschränkt und nach Innen gerichtet ist. Der Klient bekommt jederzeit mit, was geschieht.
  4. Hypnose ist ein natürlicher Zustand. Im Kino, beim Autofahren oder bei Tagträumen erleben wir diesen Zustand auch ohne Anleitung durch einen Hypnosecoach.
  5. Ein Mensch kann nicht gegen seinen Willen in Hypnose versetzt werden. Hypnose ist daher nur möglich, wenn der Klient dazu bereit und für die Hypnose offen ist.

 

Zu den charakteristischen Merkmalen der Hypnose heißt es im Standardwerk der Hypnotherapie: "Mit ihr [der Hypnose] wird in kontrollierter Weise ein Zustand erreicht, der sich durch Konzentration, reduzierte Kommunikation und eingeschränkte Wahrnehmung des Umfeldes, verminderte Aktivierung, meist positiven Affekt und mögliche Dissoziation der Körperwahrnehmung auszeichnet." (Revenstorf/Peter, Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin, 2. Aufl., S. 2 f.).



Wie wirkt Hypnose?

Der wesentliche Teil unseres Verhaltens und unserer Körperfunktionen wird vom Unterbewusstsein gesteuert, ohne dass wir dies im täglichen Leben bemerken. Im Zustand der Hypnose hat der Klient die Möglichkeit, mit Hilfe des Hypnosecoachs auf sein Unterbewusstsein zuzugreifen. Denn das Unterbewusstsein ist in diesem Zustand offen für neue Denkinhalte (sog. Suggestionen), die der Hypnosecoach dem Klienten anbietet, um dessen Probleme zu lösen bzw. Ziele zu erreichen. Suggestionen, mit denen der Klient nicht einverstanden ist, sind hingegen auch im Zustand der Hypnose wirkungslos.

 

Sowohl im Coaching-Bereich als auch in der Hypnotherapie liegt die wesentliche Aufgabe des Hypnotiseurs darin, das zu nutzen, was der Klient bereits mitbringt. Er muss daher gemeinsam mit dem Klienten dessen innere Ressourcen - z.B. positive Erfahrungen aus der Vergangenheit - ermitteln und im Zustand der Trance mit diesen Ressourcen arbeiten.

 

Hierzu heißt es im Standardwerk der Hypnotherapie: "Moderne Hypnose betrachtet den Organismus als selbstorganisierenden Prozess, dem der Therapeut Anstöße zur Neuordnung geben kann, die im Wesentlichen aus den Ressourcen des Patienten ermöglicht wird. Trance stellt dafür einen Kontext bereit, in dem die gelernten Begrenzungen leichter als im Alltagsbewusstsein überschritten werden können. Hypnose liefert die Rahmenbedingungen dafür, dass dieser begrenzte Alltagskontext für den Zweck der Problemlösung verlassen werden kann." (Revenstorf/Peter, a.a.O., S. 10).